Martin Schinagl

Martin Schinagl

ward..

geboren 1973 in Schärding in Oberösterreich.

 

Nach der Matura an der Handelsakademie verschlug es mich nach dem Zivildienst nach Wien. Erstlich um mich dem Studium der Psychoanalyse zu widmen.. Nachdem klar war, dass ich nun die Wahl hatte, zwischen 1o Jahren Stresss und Unterwerfung oder aber 1o Jahre volles Leben, entschied ich mich für Zweiteres, verliess nach einem Kurzaufenthalt an der Uni (Philosophie & Theaterwissenschaft) die studentischen Gefielde – und widmete mich dem Leben selbst..

Nach einem ausführliches Ritt durch die verschlungenen Pfade der Sozialarbeit bei der Lebenshilfe Wien, und dem Erlernen verschiedentlicher Dubiositäten der Kinesiologie, lief ich meinem Mädchen nach Kärnten nach.. um ernst zu machen mit direktem Leben und so.. Um den Bezug zum Bodensatz der systemischen Härten nicht zu verlieren, erhaschte ich eine vielschichtige Anstellung beim Schachtelwirt „Mc Donald`s“ in Spittal an der Drau und machte mich da mit den südlichen Temperamenten bekannt.

Und ab dann, es war in den Mitten meiner Zwanziger, begann es plötzlich wild zu tosen, in meinem Leben.. Nach gefühlten 156 verschiedenen Klein- und Theaterevents, oder während jenen, begann ich zur Kamera zu greifen. Und filmte und wurde gefilmt.. Mal in Eigenregie, mal im Zeichen der Breitenwirkung von der österreichischen Rundfunkanstalt für kurzweilige Teenagerformate (Taxi Orange). Vorher, wohl radioerprobt als Nachtmagazinmoderator und Strassenredakteur.. Ja, ein Leben am Schneidetisch war vorgezeichnet.. Es folgten etliche eigene Filme, umgesetzt mit Strassenmenschen, Schulmenschen und Betriebsmenschen..

Schliesslich, in einem unbemerkten Augenblick, die zweite von drei eigenen TV – Reihen auf der freien Wiener Sendeplattform OKTO.TV war gerade am laufen ..- holte mich ein betrunkener Lump von der Strasse und schleppte mich als Höfling an eine Burg.. Und seither folge ich ebenda im Namen des Königs den recht willkürlichen Ehrenkodex der Etikette aus... laufe mit hechelnder Zunge den Pferden bei Ritterspielen nach - kann endlich tun, wofür ich auch da und geschaffen bin:

Bücher schreiben und Perspektiven empfindlich erweitern.. Nebenbei bereise ich die Welt in Nebensaisonen und Nebenschauplätzen... und geniesse die Stille und das Wüten...